Jede Krebsdiagnose ist erstmal ein großer Schock. Doch besonders wenn es heißt, dass der Krebs bereits Metastasen gebildet hat, ziehen sich viele Betroffene aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Die Suche nach professioneller Hilfe ist ein wichtiger Schritt. Gerade in Österreich gibt es von zahlreichen Stellen Unterstützung.

Rund 1.500* Frauen in Österreich erhalten jedes Jahr die Nachricht, dass bei ihnen metastasierter Brustkrebs diagnostiziert wurde. Dies bedeutet, dass die Erkrankung soweit fortgeschritten ist, dass eine Heilung nicht mehr möglich ist. Diese Nachricht zu verdauen ist eine große Aufgabe, denn sie ändert alles. Umso wichtiger ist es, Frauen mit metastasiertem Brustkrebs genau jene Hilfe anzubieten, die sie benötigen.

Gefühle und Ängste anvertrauen

Hilfe in einer Situation anzunehmen, in der man gerade überfordert ist, scheint zunächst mehr als schwierig. Oft hilft es, sich zuerst einmal zu sortieren und nach den eigenen Bedürfnissen zu fragen. Als zweiten Schritt gilt es herauszufinden, wo man diese Hilfe bekommt. Meist sind Familie und Freunde bei der Verarbeitung die wichtigste Stütze. Doch manche Fragen will man vielleicht mit einer weniger vertrauten Person oder Fachexperten besprechen. Es gibt beispielsweise eigene Brustkrebs-Schwestern, die sogenannten Breast Care Nurses, die auf die Bedürfnisse von Frauen mit Brustkrebs spezialisiert sind.

Pfizer - Es geht um michAlle Fragen stellen

Die richtigen Fragen zu stellen und sich vor allem zu trauen, alle Fragen zu stellen, die man geklärt haben möchte, ist sehr wichtig. Vielen Patientinnen hilft es, Fragen mit Freunden oder Familie zu notieren um sie später im Gespräch mit den behandelnden Ärzten oder ExpertInnen nicht zu vergessen. Es gibt dabei keine Fragen, die Tabu sind. Im Vordergrund soll das Wohlbefinden der Patientin stehen. Gibt es z.B. Fragen zur Behandlung, Nebenwirkungen, die unklar sind oder Ängste, die die Zukunft betreffen: all diese Fragen gilt es zu diskutieren. Viele Patientinnen nehmen auch das Angebot an psychologischer Betreuung an. Gerade wenn man das Gefühl hat, als würde die Welt zerbrechen, können Gespräche mit PsychologInnen helfen.

Die beste Behandlung finden

Die medizinische Betreuung in Österreich ist auf einem sehr hohen Niveau. Die Behandlung bei metastasiertem Brustkrebs ist als lebenslange Therapie ausgelegt. Daher ändert sich manchmal auch die Behandlungsform. Treten plötzlich Nebenwirkungen auf, sollte dem medizinischen Personal sofort Bescheid gegeben werden. Das körperliche und psychische Wohlbefinden muss jederzeit oberste Priorität haben. Daher ist es wichtig, dass man seine Gefühle auch mit anderen teilt. Manchen helfen Gespräche, andere schreiben ihre Gefühlslage lieber in ein Buch. Für Brustkrebs-Patientinnen gibt es zahlreiche Vereine und Selbsthilfegruppen – ein Austausch unter Gleichgesinnten kann Ängste nehmen und man kann vom Erfahrungsaustausch lernen.

Das Netz aus Experten – egal ob Ärzte, Psychologen, Breast Care Nurses oder Sozialarbeitern – ist groß und bietet in sämtlichen Bereichen Unterstützung. Ein gutes Leben mit metastasiertem Brustkrebs ist möglich.

*Quelle: Statistik Austria: Krebserkrankungen in Österreich, 2015

Autorin: Lisa Weber
Bilder: Fotolia

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