Die meisten Menschen sind mit dem schwarzen Hautkrebs vertraut, weniger jedoch mit dem hellen Hautkrebs, obwohl die Erkrankungsrate höher ist. Dr. Peter Wolf – Stellv. Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Universitätsklinik Graz – weiß, wie man sich schützt, und welche Behandlungsmöglichkeiten erfolgreich sind.

Welche äußerlichen Merkmale sind charakteristisch, und wann sollte man sich untersuchen lassen?

Der helle Hautkrebs tritt vor allem bei älteren Personen auf. Sofern man Veränderungen an der Haut in Form von schuppenden, weißlichen Stellen bemerkt, sollte man einen Hautarzt aufsuchen.

Worin unterscheiden sich diese Hautkrebsarten?

Wie der Name bereits impliziert, ist der helle Hautkrebs – im Gegensatz zum schwarzen Hautkrebs mit seiner schwarzen Färbung – durch eine Hautveränderung mit weißlichen Schuppen gekennzeichnet.

Wie kommt es zur Entstehung von hellem Hautkrebs?

Die Hauptursache ist die Sonne. Untersucht man die Haut molekulargenetisch, findet man in mehr als 95% der Fälle „Fingerprint-Mutations“, die eindeutig auf UV-Licht zurückzuführen sind.

Welche innovativen Behandlungsmethoden gibt es, die die Heilungschancen weiter verbessern?

Eine innovative Behandlungsmethode ist die Photodynamische

Dr. Wolf

Dr. Peter Wolf  Stellv. Leiter der Universitätsklinik für Dermatologie und Venerologie an der Medizinischen Universitätsklinik Graz (Bild: Werner Stieber)

Therapie (PDT), bei der eine lichtempfindlich machende Substanz auf die Haut aufgetragen wird. Durch die anschließende Bestrahlung mit künstlichem roten Licht oder Tagesslicht wird die Substanz aktiviert und führt zur Zerstörung des hellen Hautkrebses. Es gibt auch Substanzen, deren Wirkung auf einer Immunstimulation beruht.

Prävention ist bei Hautkrebs essentiell. Wie kann man sich schützen?

Ein vernünftiger Umgang mit der Sonne und die Verwendung von Sonnenschutzprodukten ist wesentlich. Es kommt vor allem auf die Anwendung von Breitband-Sonnenschutz an: Sowohl auf den UVA- als auch UVB-Schutz, da die UVA-Strahlung zur Hautalterung und Entstehung von hellem Hautkrebs beiträgt. Man sollte also nur mit entsprechendem Schutz in die Sonne.

Gibt es über den UV-Schutz hinaus weitere Faktoren – wie Vitaminmängel – deren Behandlung als präventiv einzustufen sind?

Eine neue Studie belegt, dass bei regelmäßiger Einnahme eines Vitamins aus dem Vitamin-B-Komplex die Häufigkeit von hellem Hautkrebs reduziert wird. Bei Risikopatienten wird das Präparat bereits eingesetzt.

Autorin: Sabrina Möller
Bilder: ©Fotolia | Werner Stieber


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